1819 – 1964
(Die Unterlagen sind aus den Kleinleinunger Kirchenbüchern, vom Denkmalpfleger A Schneider , von Frau Erika Griehl und aus dem Sangerhäuser Kreisblatt vom 31. Oktober 1863 )
Die Obermühle von Kleinleinungen ist eine Wassermühle mit einem Mahlgang und einem Lohstampfwerk.
Sie befindet sich an dem oberen Lauf der Leine, deshalb Obermühle genannt. (Gruundstück Nr. 2 ehemaliger Besitzer Familie Griehl) zwischen dem Grundstück Probst und Lattan Nr 48, jetziger Besitzer Fam Spieß und Nr. 1 Grundstück Beyer. Siehe auch beiliegenden Situationsplan).
1819
Müllermeister Christoph Gottlob Zätsch wird Besitzer der Obermühle.
1850
Der Sohn des Gottlob Zätsch, Christoph Wilhelm Zätsch übernimmt die Obermühle.
1863
Bekanntmachung zum Mühlenumbau
(Siehe auch Zeichnung über Erhebung eines neuen Mühlengebäudes für den Mühlenbesitzer Zätsch)
„Der Mühlenbesitzer Wilhelm Zätsch in Kleinleinungen beabsichtigt, seine daselbst, zwischen Probst und Albert (Grundstücke Nr 48 und Nr. 3) gelegene Wassermühle dergestalt umzubauen, dass er das neue Mühlengebäude um 10 Fuß von der jetzigen Stelle entfernt aufwärts rückt und statt dem bisherigen 1 Mahlgang mit Reinigungsmaschine und 1 Lohstampfwerk, 2 Mahlgänge mit Reinigungsmaschine und 1 Lohschrotgang einrichtet.
Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen, fordern wir alle diejenigen, welche dagegen begründete Einwendungen erheben zu können vermeinen, auf, diese innerhalb 14 Tagen und spätestens bis zum 30. November cr. bei uns anzubringen, indem wir bemerken, dass diese Frist für alle Einwendungen nicht privatrechticher Natur präclusivisch ist.
Die Beschreibungen und Zeichnungen liegen zur Ansicht in unserem Büro bereit und können jederzeit wahrend der Bürozeiten eingesehen werden.
Roßla, den 27.Oktober 1863
Gräflich Stolbergsches Polizeiraths-Amt
gez Raeck“


1870
Müllermeister Karl Gehlmann wird Pächter der Obermühle.
1871
Heinrich Albertus Ottomar Reinicke wird Mühlenbesitzer der Obermühle.
1885
ln diesem Jahr geht die Obermühle in den Besitz des Müllermeisters und Landwirt Friedrich Kieser über.
1888
Jetzt kauft Johann Friedrich August Kirchner die Obermühle. In dessen Familienbesitz bleibt die Obermühle in Kleinleinungen bis zu ihrer Stillegung.
Wohnhaus der Familie Kirchner mit Mühlengebäude ( ca. 1915 )


1930
Der Sohn des August Kirchner, Richard Kirchner übernimmt die Mühle und arbeitet dort bis zum Jahr 1953, Die Mühle bleibt also in Besitz der Familie Kirchner.
1933
Montage eines Mühlrades

1953
Die Obermühle wird außer Betrieb gesetzt.
1964
Das Mühlrad wird abgebaut.
1969
Der Mühlgraben wird verfüllt. Das Bett der Leine wird verlegt und ein Stück durch den eigentlichen Mühlgraben geleitet. Somit verschwand die Insel, die zwischen der Leine und dem Mühlgraben war.
( Siehe Situationsplan und Skizze von Richard Kirchner)

1999
Das Grundstück der ehemaligen Obermühle ist 1999 noch in Familienbesitz und gehört der Tochter des Müllers Richard Kirchner, Frau Erika Griehl geb. Kirchner und Ehemann Dieter Griehl.
( Bilder und Skizze vom Mühlgraben stellte Frau E. Griehl zur Verfügung. )