Kleinleinuııgen – Entwicklung des Rundlings zum Haufiendorf
In der Siedlungsfonn des HAUFENDORFS ist ein Kern von RUNDLICHER FORM erkennbar.
Rundliche Ortsteile findet man in vielen Dörfem.
Um zu wissen, ob aus dem Rundling ein Haufendorf wurde, muß man die Baugeschichte des Dorfes
zurückverfolgen. Der fragliche Rundteil muß den Kem des Ortes bilden, bei dem die Besiedlung
angefangen hat.
Es gibt eine Reihe von Dörfern, bei denen ein Platz, mag er noch offen oder schon zugebaut sein, als
wirklicher Kern der Ansiedlung darstellt. Von hier aus läßt sich die Urform mit Sicherheit verfolgen, bis
sie schließlich in dem Haufendorf im engsten Sinne verschwindet.
Theoretisch ist die Entwicklung eines Haufendorfes aus einem Platzdoıf ( Rundling ) sehr leicht
vorstellbar. Der Dorfplatz wird zugebaut und wenn die Vermehrung der Wohnstellen fortschreitet,
entstehen an der Außenseite immer mehr Anbauten.
Genau eine solche Erscheinung ist in Kleinleinungeıı zu finden
Kleinleinungen präsentien sich heute noch von der Siedlungsstruktur als HAUFENDORF.
Die Ortsdurchfahrtsstraße befindet sich im Norden der Ortslage. Hier grenzt in der Regel nur noch eine
Grundstücksfläche nördlich an.
Die Hauptortslage befindet sich südlich der Durchfahrtsstraße. Eine Sammelstraße lührt in den Ort und
wird als Schleife befahren. An die Erschließungsstraße grenzen die fiüheren Bauemgrundstücke an. Dabei
sind ein- und zweigeschossige Wohngebäude direkt zur Straße zugeordnet, ohne größere Vorgarten.
Der geschlossene Straßenzug und die Bebauung entlang der Dorfstraße, unterbrochen durch
Toreinfahrten, überwiegt im südlichen Teil der Dorfstraße.