Baumaßnahmen und Verschönerungen in Kleinleinungen 1886 bis 2025

(Alles aus Gemeindeunterlagen oder Bürgeraussagen)

1884

Chausseebau – Status des Kreises Sangerhausen (Allgemeiner Anzeiger vom 17.5.1884 )

Der Kreistag des Kreises Sangerhausen beschließt, die Kosten des Chausseeneubaus für 22 Wegstrecken ( darunter auch von Bennungen über Wickerode, Kleinleinungen nach Drebsdorf ) zu übernehmen.

Dagegen sind die Gemeinden und Gutsbezirke verpflichtet, von den innerhalb der Ortschaften gelegenen Straßen die Kosten der ersten Herstellung eines ordnungsgemäßen Straßenpflasters des ersten chausseemäßigen Ausbaues zu übernehmen und dem Kreis unentgeldlich das Eigentums an diesen Straßen zu überlassen.

Der Kreis verpflichtet sich aber, die vollendeten Chausseen nach Art der Herstellung zu unterhalten.

1886

Kreischausseebau Bennungen über Wickerode bis Kleinleinungen  (Allgemeiner Anzeiger vom 03.04.1886 )

Der Communikationsweg Wickerode – Kleinleinungen ist vom 5. April bis zum 11. September 1886 wegen Erdarbeiten bis auf Weiteres gesperrt.
    Wickerode, den 1. April 1886
    Der Amtsvorsteher Hochheim

1902

Neubau der Leinebrücke ( dabei seltener Fund ) ( Allgemeiner Anzeiger vom 19.07.1902 )

Beim Neubau der Brücke über den Leinebach vertieften die Maurer die Fundamentgruben der alten Brückenpfeiler um ca 1 Meter. Während des Ausschachtens fand der Maurer E. aus Kleinleinugen das stark versinterte Geweih eines Hirsches, welches in der Thonschicht des Bodens gebettet lag. Leider zerfielen die dünneren Kopfknochen, während das Stirnbein mit der Krone tadellos zu Tage gefördert wurde.

1905

Erweiterungsbau der Schule ( Allgemeiner Anzeiger vom 20.7.1905 )

In diesem Jahr kommt der Neu- und Erweiterungsbau der hiesigen einklassigen Schule mit Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde des Fürstl. Konsistoriums zu Roßla zur Ausführung. Derselbe kostet 10.900 Mark.

1910

Neuschüttung der Kreischaussee (Allgemeiner Anzeiger vom 21.5.1910)

Die Kreischaussee Bennungen – Wickerode – Kleinleinungen – Drebsdorf wird wegen Neuschüttung und Arbeiten mit der Dampfwalze vom 23. Mai d. J . für den Fahrverkehr gesperrt. Der Verkehr wird über den Kohlenweg verwiesen.

Sangerhausen, den 14. Mai 1910

Der Königl. Landrath
v. Doetinchen

1920

Die hölzerne Leinebrücke ( Archiv von A. Schneider, Wickerode)

Bilder aus dem Jahre 1920

Blick aus Richtung Dorfstraße-Kirche

Blick aus Richtung Kietel

1928

Neuer Fußwg zur Bahn (Sangerhäuser Zeitung vom 17.12.1927)

Eine Freudenbotschaft können wir allen denjenigen verkünden, die von Drebsdorf, Kleinleinungen und Hainrode aus täglich den Bahnhof in Wallhausen erreichen müssen.
Der Fußweg am Bahndamm entlang zwischen Bahnhof und Drebsdörfer Weg wird wieder hergestellt.
Man brauch dann also nicht mehr den Umweg über die Hohlstedter Chaussee zu machen.
Die Anlegung des neuen Weges bezahlt aber nicht die Bahn, die doch eigentlich Interesse an vielen Fahrgästen haben müßte, sondern die einzelnen interessierenden Gemeinden.

1930

Erneuerung der mittleren Dorfstraße (Sangerhäuser Zeitung vom 2.6.1930)
(auch Schulgasse genannt)

SELBST IST DER MANN Arbeit durch das Gemeinnützige Werk

Ein schönes Werk gemeinsamer und auch gemeinnütziger Tätigkeit wurde jüngst in unserem Orte vollbracht.
Die mittlere Straße, auch Schulgasse genannt, befand sich hinsichtlich ihres Pflasters in einem sehr schlechten Zustand.
Da unterbreitete der Gemeindevorsteher in einer Vertreterversammlung den Vorschlag. Jenen Übelstand durch ein sogenanntes Gemeindewirken zu beseitigen.
Einstimmig wurde der Plan angenommen und bald folgten die Ausführungen.
Jedes Haus stellte einen Mann und die Pferdebesitzer ihr Geschirr zur Verfügung. Diese schafften Feldsteine, Helmekies und Steinplatten herbei. Ein Teil der Mannschaft zerschlug die Steine, andere karrten diese an Ort und Stelle und bedeckten sie mit Kies. Die Maurer richteten mit den Platten den Bürgersteig her.
Zum großen Vorteil für das Werk setzte vor dem Walzen ein ausgiebiger Regen ein, der die Anfuhr von Wasser erübrigte.
Die Beseitigung der Beschotterung besorgte die geliehene Chausseewalze des Kreises und bald war das Werk beendet, zur großen Freude der Einwohner.
So ist mit wenig Geldkosten – für Kies und Walzenmiete – ein nützliches Werk geschaffen, das den Lohn für die Hersteller in sich trägt.
Auf ähnliche Weise soll nun auch auf dem Weg zum Friedhof und der Fußweg für die Anwohner am Roten Berg geschaffen werden, da beiden Wege bei schlechtem Wetter fast unpassierbar sind.

1935

Es werden ca. 400 Meter Triftweg chaussiert und 600 Meter am Hardtweg planiert. Außerdem werden am Hardtweg Kirschbäume gepflanzt.

1946

Am Gemeindehaus (Haus – Nr. 52, heute M. Brauner ) wurde eine Schutzmauer errichtet.

Die Landwirte Rückriem, Latann und Heiser haben nach 1945 umfangreiche Neu- bzw. Ausbauten vorgenommen.

Außerdem wurden ca. 700 Obstbäume gepflanzt.

1949 – 1952

Unter Leitung des Bürgermeisters Karl Steinemann, wird im Jahre 1949 mit der Pflasterung der unteren Dorfstraße begonnen.

Die Pflasterarbeiten werden im Jahre 1951 fortgesetzt und im Jahre 1952 beendet. Nur das Stück bei Sanders (Haus – Nr. 11) bleibt frei.

Ansicht der Dorfstraße von 1930 (Postkarte von Kleinleinungen von 1930 )

1954

Der erste Bauabschnitt zur Herstellung des Weges zum Frıedhof wird bis zum 9. Mai 1954 beendet. Die Arbeiten wurden im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes ( NAW ) durchgeführt. Bisher wurden hier 250 Arbeitsstunden und 60 Gespannstunden geleistet.

Im privaten Bereich haben sechs werktätige Bauern ( Richard Kirchner, Martha Hammer, Hugo Sander, Oskar Kirchner, Oskar Sander, Anna Hucke ) ihre Höfe mit Mansfelder Schlacken gepflastert.

Neu gebaut haben außerdem Otto Latann und Bäcker Koch. Bei Familie Steinemann wurde Stall und Scheune neu gebaut.

1955

Baubeginn der Leichenhalle (Bild von Fam. H. Sturm, Kleinleinungen)

1957

Der Bau der Leichenhalle wird fertiggestellt. Nur die Holzarbeiten werden 1958 noch durchgeführt.

1958/59

1958 werdeen zweı Nebenstraßen in Stand gesetzt, und zwar 450 m² zum Hohlstedter Weg und 370 m² zum Wallhäuser Berg an der Leine entlang.

1959 werden zwei Dorfstraßen geshottert, und zwar die Straße bei Sanders ( Haus Nr. 11) und die Straße bei Hupperichs (Haus – Nr. 15 ).
Bei Sanders werden auch an beiden Straßenseiten Fußwege angelegt.

1960/61

Die Böschungsmauer an der Leine wird 1960 gegenüber der Schule ( Haus – Nr 40 ) und 1961 gegenüber der Pfarre (Haus – Nr. 10 ) gemauert Im November wird an der Mauer ein Geländer angebracht.

1961

Im Sommer werden rund um den Kleinleinunger Sportplatz Pappeln angepflanzt.

Auch der Platz Unter den Linden wird renoviert. Der Platz wird geebnet, eine Tanzfläche und eine Naturbühne werden angelegt, der Spielplatz wird erneuert und es wird Rasen angesät.
Die Arbeit war schwer, doch es hat sich für alle gelohnt, denn bereits im August werden die ersten Dorffestspiele auf dem neuen Platz durchgeführt.

1964

Betonstraße am Kiedel (Gemeindeunterlagen)

Der Kiedel erhält von der Leinebrücke aus nach hinten eine neue Betonstraße. Auch dieses Stück wird in NAW gebaut. Unterstützung erhalten die Anwohner auch von der LPG. Auch die Schüler helfen dabei kräfiig mit.

Die Vorarbeiten

Die Arbeiten an der Mischmaschine

Auch die Jugend und die LPG hilft mit

Die Straße beim Grundstück von Familie Hund ( Haus- Nr. 24 ) am Grundstück von Familie Bergmann vorbei ( Haus-Nr. 23 ) wird bis zur Leinebrücke mit einer  Betondecke versehen.

Die Brücke über die Leine erhält ein Betonkorsett, damit sie wieder tragfähig wird.

Am Doppelmast ( Straßenkreuzung zwischen Grundstücks – Nummern 14; 19 u. 26 ) wird eine Straßenbeleuchtung angebracht.

Der Kindergarten und Schulgarten erhält eine neue Einzäunung.

1966/67

– Fortführung des Straßenbaus von der Leinebrücke vorbei an Hupperichs bis zum LPG – Gelände.

– Weiterarbeit an der Leichenhalle, sie wird mit einem Außenputz versehen.

– An der Schule wird die Mauer fertiggestellt und die Toilettenanlagen repariert.

– Pflasterung der Gehwege an der Gastwirtschaft bis zum Grundstück von Fam. Hund.

– Die Straße zum Friedhof wird neu hergerichtet, der Graben wird gehoben und der Weg geschottert.

– Neueindeckung des Gemeindehauses (Haus – Nr. 52)

– Reparatur der Brunnen an der Schule und am Roten Berg

1968

– Am Roten Berg werden auf beiden Seiten Fußwege angelegt. Außerdem wird der Fußweg am Kindergarten (Haus – Nr. 52 , heute M. Brauner ) gepflastert.

– Die Gasse zwischen dem Kindergarten und dem Grundstück von Fam. Reitter ( Haus – Nr. 46 ) wird mit Kleinpflaster versehen.

– Ein neuer Fußweg entsteht auch vor dem Haus – Nr. 44 ( Gertrud Ehrig ) bis zum Haus – Nr. 33

( Werner Hucke ).

– Am Weg zum Friedhof wird an der linken Seite ein neuer Gehweg angelegt.

– Die Straße an der Schule ( Haus – Nr. 40 ) wird erneuert.

1969

– Es werden 13 neue Neonleuchten im Wert von ca 3.000,- Mark in die Dorfbeleuchtung eingebaut.

– Die FDJ – Gruppe von Kleinleinungen will an der Straßengabelung am Doppelmast eine Blumenecke anlegen. Der Rat der Gemeinde hat die Zustimmung gegeben und es wurde sofort mit der Arbeit begonnen.

– Ein Teil der Dorfstraße an der Blumenecke wird gepflastert.

– Im Oktober wird im Garten bei Gerhardts ( Straße nach Wickerode ) ein Kiosk für die neue Konsumverkaufsstelle gebaut. Der Bau ist in 3 Tagen fertig. Die Gemeinde läßt die Straße zum Kiosk erweitern und ein Gehweg wird angelegt.

– Die Feuerwehr reißt den Schuppen von Emil Volknandt ab und beginnt mit dem Bau eines neuen Fuerwehrgerätehauses.

– Auch der neue Stauschutz wird von der Feuerwehr in der Leine neben der Pfarre angebracht.

– Das Dach der ehemaligen Schule (Haus-Nr. 40) wird neu gedeckt.

1970

– Der Gehweg und der Vorplatz am neuen Konsum werden fertiggestellt.

– Mit dem Abriß der Kirchenmauer wird begonnen.

1971

– Folgende Gehwege wurden neu gepflastert:

vor Grundstück Sturm ( Nr. 25 ) ca. 50 qm

vor Grundstück Schnabel ( Nr. 14) ca. 30 qm

vor Grundstück Ringleb ( Nr. 20) ca. 20 qm

am Saal ca. 30 qm

– vor der Pfarre wird eine Grünfläche angelegt, die Jugend übernimmt die Anpflanzung und die Pflege

– das Feuerwehrgerätehaus wird von innen und außen verputzt, Tor und Fenster werden eingebaut

– der Bau der Wartehalle wird begonnen

– mit der Kanalisation wird begonnen

Der nachfolgende Artikel erscheint am 19.11.1971 in der Freiheit und gibt ein Bild vom Geschehen in Kleinleinungen und dem Ortsteil Drebsdorf

Woran in Kleinleinungen noch zu arbeiten ist

Visitenkarten sind bekanntlich Besuchs- bzw. Anmeldekarten, . Auf denen man sich kurz vorstellt. In Kleinleinungen baten wir deshalb ‚den Bürgermeister, Genossen Fritz Steinemann, einmal selbstkritisch die Visitenkarte seiner Gemeinde, zu der seit Januar 1970 der Ortsteil Drebsdorf gehört, vorzustellen.

Eine Reihe guter Beispiele nennt er uns, die vom Fleiß der Bürger ,bei der Arbeit in der Landwirtschaft und ihrer Bereitschaft sprechen, das Leben im Dorf rnitzugestalten.

So bauten z.B. die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die eine sehr gute Arbeit leisten und in denen die Jugend recht aktiv ist, neue Feuerwehrrgerätehäuser. In Drebsdorf wurden 260 m Kanalisationsrohre verlegt, woran sich die Anlieger mit 960 Stunden und die LPG mit Arbeitskräften und Maschinen beteiligten.

Unter großer „Mach-mit“-Beteiligung der Einwohner. entstand vor Jahren auch eine Freitanzfläche am Buchberg. Veranstaltungen in den Sommermonaten sind damit möglich. Doch wohin im Winter, wo eher Zeit zu Vergnügungen gefunden wird? Ein großer Saal existiert zwar in Kleinleinungen, aber er ist eiskalt und hat seit Jahren keinen Pinsel mehr gesehen.

Der Rat schlug dem Gastwirt, Paul Härtel schon vor Jahren einen Nutzungsvertrag vor, auch die Bürger sind bereit, bei der Renovierung mit Hand anzulegerı. Jedoch der Wirt lehnt ab. Auch im Ortsteil Drebsdorf steht nur noch die Gaststube zur Verfügung, obwohl mit wenig Baumaterial ein neuer Ausschank im Saal geschaffen werden könnte.

Damit wird die Frage nach der Gestaltung des geistig-kulturellen Lebens in der Gemeinde durch der Dorfklub aufgeworfen. Hierbei mußte Bürgermeister Steinemann den Finger auf eine Wunde Stelle legen denn damit sah es schon mal besser aus. Es besteht keine kulturelle Selbstbetätigıng im Ort, und für das Winterhalbjahr wuden auch noch keine Verträge mit der URANIA abgeschlossen. Auch die Bibliothek von Kleinleinungen führt ein Mauerblümchendasein. Es fehlt eine Bibliothekarin. ‚

Nun, was im Ortsteil Drebsdorf rnöglichist – hier hat Kollegin Regina Laınmert an den Sprechtagen die Buchausleihe mit übernomrnen — dürfte in Kleinleinungen nicht ausgeschlossen sein. Doch noch ein Problern bewegt die Bürger – der Straßenbau. Bürgermeister Steinemann sagte uns dazu: „Ging es beim Streckenabschnitt von Drebsdorf nach Kleinleinungen recht zügig voran, so sind mittlerweile erhebliche Stockungen beim Bau der Straße von Kleinleinungen nach Wickerode eingetreten.“ Die Bürger stellen deshalb aus Verantwortung für das Ganze heraus die Frage an den Straßenunterhaltungsbetrieb Eisleben, wie lange sich die Bauarbeitennoch hinziehen werden?

Grie.

1974

Die große alte Linde vor dem Platz des Grundstückes der Familie Ringleb (Haus – Nr. 20 } mußte: leider entfernt werden, weil die Gefahr bestand, daß sie umstürzt.
Der Stamm war schon hohl und teilweise ausgemauert, die Krone wurde schon mit Draht und Metallreifen zusammengehalten.

Danach wurde der Platz, an dem sich die Linde befand, gepflastert.

1991

10.000,00 Mark Fördermittel für Kleinleinungen (Mitteldeutsche Zeitung 27.07.199l)

Für die Verbesserung der Infrastruktur in Städten und Gemeinden des Landkreises Sangerhausen wurden Fördermittel von 18,9 Millionen Mark im Rahmen des Gemeinschaftswerkes „Aufschwung Ost“ durch die Landesregierung Sachsen-Anhalt vergeben.

Unter anderem wurden davon 10.000,00 Mark für die Dorferneuerung in Kleinleinungen bewilligt.

1992

Auch die Gemeinde Kleinleinungen wird schöner (Allgemeiner Anzeiger vom 8.5.1992)

Nachdem 1989 die Wasserleitung in der gemeinde Kleinleinungen verlegt wurde, waren die Straßen in einem sehr schlechten Zustand. Um den Busverkehr wieder die Durchfahrt durch den Ort zu ermöglichen, wurde vorerst eine provisorische Befestigung mit Schotter vorgenommen.
Nach der bereitgestellten Investitionspauschale in Höhe von 22.000, DM wurde mit der Reparatur der Straße im Dorfkern an der Bushaltestelle begonnen. Die Firma Schwarze aus Berga erhielt den Auftrag und begann am 17. Februar 1992 mit der Arbeit. Es wurden ca. 100 rn Hoch- und Tiefborde, sowie 58 lfd. m PVC – Kanalrohre für die Oberflächenentwässerung verlegt, 5 Straßenabläufe eingebaut und 316 qm Straße gepflastert. Die Pflastersteine wurden durch die Gemeinde bereits 1990 angeschafft. So konnte eine Länge von 45m Straße erneuert werden.
Nach Absprache mit der Straßenbaufirma wurden unsere 3 ABM-Kräfte und der Gemeindearbeiter in die Straßenarbeiten mit einbezogen, so daß dadurch Kosten eingespart werden konnten.
Der Aushub, welcher mit Schotter vermischt war, wurde für unsere sanierungsbedürftigen Feldwege verwendet. Von den ABM – Kräften wurde das Anschlußstück zur alten Straße mit Schlackensteinen gepflastert.
Im Anschluß wurden die angrenzenden Fußwege durch den Gemeindearbeiter und 2 ABM-Kräfte erneuert.
Nach Abschluß der Arbeiten ergibt sich für den neuen Straßenabschnitt ein ansehnliches Bild,worüber sich die Anlieger freuen können.

1992

Was in einem Jahr ABM in Kleinleinungen geschafft wurde (Allgemeiner Anzeiger)

Kleinleinungen

Ein Jahr ABM in der Gemeinde Kleinleinungen

Mit dem 8. September 1992 ist in der Gemeinde Kleinleinungen ein Jahr ABM vorüber.

Hält man Rückschau, so kann eingeschätzt werden, daß in diesem Jahr von den anfänglich zwei ABM-Kräften und dem Gemeindearbeiter, eine dritte ABM-Kraft kam im November hinzu. einiges geleistet wurde, so daß sich das Bild im und um das Dorf zum Positiven verändert hat. Diese Leistungen waren nur möglich durch die finanzielle Unterstützung vom Arbeitsamt in Form des Sachkostenzuschusses. Durch diese finanziellen Mittel konnte sich die Gemeinde Materialien und Geräte anschaffen, die .Voraussetzung für ein‘ effektives Wirken der ABM-Kräfte waren.

Aus den Beständen der ehemaligen LPG wurde ein Traktor RS 09 mit Anhänger gekauft. Dieses Gefährt ist aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken, denn mit ihm steht und fällt die nutzbringende Arbeit der ABM-Kräfte.

Seit dem Einsatz der Arbeiter wurden in der Flur der Gemeinde 350 m Flutgräben neu ausgehoben bzw. instandgesetzt. Im Dorf wurden neue Fußwege gepflastert und die desolate Dorfstraße repariert. Die ehemalige Mülldeponie wurde von umherliegendem Metallschrott und nicht umweltverträglichen Materialien entrümpelt. Ein großer Teil des Schuttplatzes ist schon mit Erde abgedeckt. Darauf wurden sieben Kastanien gepflanzt. Wenn die Restfläche mit Bauschutt aus dem Dorf aufgefüllt ist, erfolgt nach Abdeckung mit Mutterboden eine weitere Begrünung.

Im Herbst und Winter wurden mit Motorsäge und Axt dem Wildwuchs in Wald- und Feldwegen zu Leibe gerückt. Auf dem Friedhof wurde Hand angelegt. So wurde die teilweise zerfallene Einfriedungsmauer neu auf geschichtet, vor der Trauerhalle wurde das Gelände mit Gehwegplatten ausgelegt, innen wurde teilweise der Putz erneuert. Im Dorf am Gemeindehaus und vor der Kirche wurden Grünflächen angelegt, die mit Rosenbeeten, Koniferen und Ziersträuchern bepflanzt wurden. Des weiteren erhielten Zäune, Fenster und Türen einen neuen Anstrich.

Auch zerfahrene Feldwege wurden instandgesetzt, ausgefahrene Gleise mit Schotter aufgefüllt und dann planiert. Seit dem 22. Juni 1992 sind vier weitere ABM-Kräfte im Einsatz. Die bei dieser Maßnahme eingesetzte Kollegin ist hauptsächlich für die Pflege der Grünanlagen verantwortlich sowie für Ordnung und Sauberkeit in den Bereichen, die in der Verantwortlichkeit der Gemeinde liegen. Ein größeres Objekt, das den vollen Einsatz aller Arbeitskräfte erforderte, war die Instandsetzung der linken Ufermauer der Leine im Dorfbereich.

Mit der beruflichen Erfahrung und handwerklicher Geschicklichkeit von Herrn Thormann wurden 40 m Mauer neu aufgebaut und die angrenzende Straße repariert, so daß sich in diesem Bereich nach Säuberung des Flussbettes ein ansehnliches Bild ergibt.

Weiterhin wurde das Flußbett von der Dorfmitte bis zur östlichen Flurgrenze unter Beachtung des Umweltschutzes und Problemen der Landschaftspflege gesäubert. Dies war ein kurzer Abriß über die geleistete Arbeit. Für die verbleibenden Kollegen gibt es im zweiten Jahr der ABM bei der Dorfverschönerung und der Pflege von Natur und Umwelt noch viel zu tun.

2021 baut die Telekom eine Mobilfunk- Antenne auf das Gemeindehaus

2024 werden die Straßen von Wickerode bis Großleinungen instand gesetzt. Auch innerorts wird die Durchfahrtsstraße Wickerode-Großleinungen neu ausgebaut.

Zur Sicherung der Gasleitung wird der Weg vom Roten Berg bis zum Kuhloch (nördliche Flur) mit Schotter und teilweise mit Betonplatten instand gesetzt.

2025 wird ein Löschkissen mit ca. 100m³ Wasserinhalt neben dem Gemeindehaus aufgebaut.