„ Der Kietel „ – Jüngerer Ortsteil von Kleinleinungen
Zur Verbreitung und Bedeutung des Ortsteilnamen „Kietel“
( Quellensammlung: Ausgrabungen und Funde, Nachrichten für Vor- und Frühgeschichte
Band 1 1, Heft 6 von 1966, von Paul Grimm, Museum Sangerhausen)
Kíetel – besonders jüngerer Ortsteil mit bestimmten Grundrißeigentümlichkeiten
Kietel – bedeutet etwas Gebogenes, Rundliches, möglichst mit nur einem Zugang.
Wichtig erscheint auch, daß einige Kietel mehrere Eingämge besitzen, das würde bedeuten, daß hier fiür die Namensgebung nicht der „eine „ Zugang sondern eie abgeschlossene besondere Lage des Ortsteils bestimmend gewesen ist.
Ein solcher Kietel mit mehreren Zugängen befindet sich in Kleinleinungen.
Kietel – es ist gleichgültig, ob es sich um eine im weiten Bogen von einem Bach umflossenen, halbinselformigen Wiese mit schmalen Zugang oder um eine Wurst, die aus einem gebogenen Darm hergestellt ist, handelt.
Der Kleinleinunger Kietel entspricht eher der Wurst aus einem gebogenen Darm, die von einem Bache ( Leine ) umflossen wird.
Kietel – in Mittelhochdeutsch bedeutet die ältere Form des „Kietel“ ein herabhängemdes Doppelkinn, aber ebenso auch andere gebogene Anhängsel, etwa in der Bedeutung und Form eines Beitels oder Sackes.